Führung · Innovation · Risikomanagement

Resilienzmanagement vs. Business Continuity Management

Dipl.-Ing. Johannes Göllner MSc | | 1 Min. Lesezeit

Resilienzmanagement vs. Business Continuity Management, was ist Teil wovon? Unternehmen können aus verschie - densten Gründen in krisenhafte Situationen kommen, welche Stra - tegiekrisen (strategische Fehlein - schätzungen, Identitätsverluste), Erfolgskrisen (Verlust an Markt - anteilen, Umsatz- und Ertrags - rückgang) oder Liquiditätskrisen (Überkapazitäten, Liquiditäts - problem, Überschuldung) nach sich ziehen bzw. auch eine Insolvenz auslösen können. Die Ereignisse, welche solche krisenhaften Situa - tionen, z. B. Supply Chain-Ereignisse auslösen, sind vielfältig und können enorme materielle und immate - rielle Schäden verursachen und jedes Unternehmen oder Organi - sation ist gut beraten, wenn es seine Resilienz überprüft, um sich für mögliche Krisen präventiv vorzube - reiten. Dies empfiehlt sich auch bei anstehenden M&A-Prozesse mitzu - berücksichtigen, um M&A-Projekte erfolgreich gestalten und umsetzen zu können. Resilienzmanagement hat sich als Buzzword in der Sicherheitscom - munity in den vergangenen Jahren etabliert. Jedoch wird dies meist von unterschiedlichen Lösungs- und Beratungsanbietern als eine Art „Produkt“ angepriesen. Bei Resilienz handelt es sich jedoch um eine Fähigkeit, welche die Widerstands- und Adaptionsfähigkeit im Fokus hat. Das klassische Kontinuitäts- und Krisenmanagement konzen - triert sich auf die Wiederherstellung bzw. Minimierung von Betriebspro - zessen nach Schadensereignissen. Das Resilienzmanagement bietet jedoch einen integrierten Manage - mentansatz, welcher auch stra - tegisch nutzbar ist. Gesetzliche Rahmenbedingungen, NIS2 oder die RKE (Resilienz kritischer Einrich - tungen) Richtlinie fordern von kritischen Organisationen, eine hohe Verfügbarkeit. Das BCM hat seinen Fokus auf der Wiederherstellung des Normal - betriebes nach einem Ereignis und evaluiert in sogenannten Business Impact Analysen kritische Ressourcen, deren maximal tole - rierbare Ausfallzeit (MTA) und die Wiederherstellungszeit (Recovery Time Objective RTO) Strategisches und operatives Resilienz-, Krisen- und Notfallma- nagement für den Unternehmens- ausfall und die Wiederherstellung von Betriebsabläufen Das Resilienzmanage- ment evaluiert sogenannte adaptive Zyklen (Holling und Gunderson: 2002) systemisch und versucht so auch die unterschied - lichen Geschwindigkeiten von Systemen (z. B. Staat und Privat, IT und NonIT) zu betrachten. Der adaptive Zyklus kann entweder „revoltieren“, sprich in einen schnelleren Zyklus wechseln oder sich erinnern und in einen lenk - sameren Zyklus wechseln. Jedes System, Organisation, Staat, Produkt, Projekt… besteht hierbei aus unzähligen adaptiven Zyklen. Jeder adaptive Zyklus besteht hierbei aus vier Phasen. Der Phase Wachstum, der Phase Erhaltung, der Phase Zerstörung und der Phase Erneuerung. Generelles Ziel ist hierbei durch alle angewandten Managementsysteme die Phase Wachstum so lange als mögliche auszudehnen, bzw. in der Erhaltung zu stabilisieren. Hier findet auch das BCM und Krisenmanagement seine Anwendung. Sollte das System in die Zerstörungsphase kommen, wird versucht, über Krisenmanagement die Reorganisationsphase zu beschleunigen. Somit werden die Analyseergebnisse nicht nur im BCM verwendet, sondern haben strategische Bedeutung für ein Unternehmen. Hauptfokus liegt hier bei der Adaptionsfähigkeit einer Organisation. Geschichtlich gesehen haben alle Organisationen, welche nach einem Großschadens - ereignis adaptiert wieder auf den Markt gekommen sind, überlebt. Organisationen, welche auf Verän - derungen im Markt nicht reagiert haben oder konnten, mussten einen harten Restrukturierungskurs über sicher ergehen lassen (z. B. Nokia, Siemens Telefonie Sparte…) oder sind komplett am Markt verschwunden. c hristian Pa Ul , bs c , ma Blockchain-Technologie Anwendungen und Potenziale für Unternehmen Blockchain-Technologie ist längst nicht mehr nur ein Schlagwort im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Die Technologie bietet weitreichende Anwendungsmöglich - keiten für Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Transparenz, Sicherheit und Effizienz. Während Blockchain oft mit Bitcoin und anderen digitalen Währungen asso - ziiert wird, hat sie das Potenzial, zahlreiche Branchen zu transformieren, von der Finanzindustrie über das Supply Chain Management bis hin zum Gesundheitswesen. In diesem Artikel werden die verschiedenen Einsatzmög - lichkeiten der Blockchain-Technologie für Unternehmen untersucht und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen beleuchtet. Grundprinzipien der Blockchain-Technologie Blockchain ist im Wesentlichen eine dezentrale und unver- änderliche Datenbank, die Transaktionen in einer konti - nuierlich erweiterten Liste von Datensätzen, den soge - c hristian Pa Ul , bs c , ma